Zucchini

Die Zucchini sind eine Unterart der Gartenkürbisse und gehört zur Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse.

Sie ist eine Zuchtform des ursprünglich in Amerika beheimateten und zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit zählenden Gartenkürbis. Dieser gelangte in der Neuzeit nach Europa. Aus ihm wurde dann in Italien die Zucchini gezüchtet.

Welche Zucchiniarten gibt es bei uns und wie werden diese angebaut?

Zunächst möchten wir Euch etwas über die Pflanze erzählen. Zucchinipflanzen gleichen denen des Gemüsekürbisses, jedoch sind die Blätter deutlich kleiner und sie neigen weniger zur Bildung von Ranken. Die Pflanze hat männliche und weibliche Blüten, wobei die männlichen keine Früchte ausbilden. Sie sind erkennbar am längeren Stiel und den fehlenden Fruchtknoten direkt unterhalb der Blütenblätter. In kühlen und regnerischen Sommern können vermehrt männliche Blüten auftreten.

Bei uns bauen wir gelbe, creme-grüne, dunkelgrüne sowie gestreifte Früchte an. Zucchini gibt es in der bekannten länglichen Form, sie sind aber auch in runder Form erhältlich. Bei unserer Ernte kommt es natürlich auch darauf an, welchen Samen wir von unserem Lieferanten erhalten.

Die Aussaat der Kerne erfolgt bei uns Mitte April, wenn die Pflänzchen groß genug sind. Ab Mitte Mai pflanzen wir diese direkt auf dem Feld ein. Wichtig hierbei ist es, dass wir die Pflanzen auf einen kleinen "Damm" mit genügend Abstand setzen. Dieser ist mit einem Tropfschlauch ausgestattet, um eine regelmäßge Wasserzufuhr gewährleisten zu können, damit der Boden immer schön feucht bleibt. Den "Damm" bedecken wir dann mit einer wiederverwendbaren Folie, um einen unkontrollierten Wuchs an Unkraut einzudämmen. Zudem ist die Folie schwarz, was die Pflanzen durch die reflektierende Wärme des Sonnenlichts besser wachsen lässt.

Die Ernte der Früchte beginnt dann, je nach Witterung, ab Juni und kann bis in den Oktober hinein andauern.

Für was verwende ich Zucchinis?

Sie können roh, gekocht, gegrillt, gefüllt und gebraten gegessen werden. Ebenso sind sehr große Blüten für den Verzehr geeignet und gelten als Delikatesse. Wenn man hier nur die männlichen Blüten verwendet, wird der Ertrag an Früchten auch nicht geschmälert.

Zucchinis enthalten, wie andere Kürbissorten auch, viel Wasser, sind kalorienarm, vitaminreich und leicht verdaulich. Daher sind sie auch sehr gut für eine Diät geeignet.

Die Früchte werden in der Regel unreif geerntet, wenn die Früchte etwa 15 bis 30 Zentimeter groß sind und ca. 100 bis 300 Gramm wiegen. Ausgereifte Exemplare bilden ein holziges Gewebe unter der Schale und können bis zu 5 kg wiegen. Sie sind mehere Monate haltbar und als Wintergemüse geeignet. Die Zucchinis können dann, ähnlich wie Kürbisse, geschält und vom Kernträgergewerbe befreit, geschmort werden.

Wieso sind manche Zucchinis bitter?

Das liegt daran, dass diese zu viele Bitterstoffe (Cucurbitacine) enthalten und nicht verzehrt werden sollen. Diese Zucchinis sind giftig und rufen auch in kleinen Mengen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bis hin zu lebensbedrohlichen Darmschäden hervor.

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