Bleich- und Knollensellerie

Wer Sellerie mag, hat es gut, denn von dem gesunden und leckeren Gemüse gibt’s gleich zwei Varianten. Jede hat ihre eigenen Vorzüge – gemeinsam haben aber beide Versionen einen hohen Fitnessfaktor. 

Wo kommt der Sellerie eigentlich her?

Die ursprüngliche Heimat von Sellerie ist der Mittelmeerraum. Heute baut man das Gemüse aber in ganz Europa und natürlich auch bei uns in Deutschland an.

Was sollte man über den Sellerie wissen?​

Sellerie enthält nur wenige bis sehr wenige Kalorien und dafür umso mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Außerdem lässt sich Sellerie besonders vielseitig zubereiten. Das gilt sowohl für Knollensellerie als auch für Bleichsellerie (auch Stangen- oder Staudensellerie genannt). Auf den ersten Blick haben sie übrigens nichts gemeinsam. Erst wer dran schnuppert oder sie probiert, stellt die enge Verwandtschaft der beiden Varianten schnell fest.  

Allerdings unterscheiden sich beide Sorten Sellerie nicht nur äußerlich, sondern auch in der Konsistenz. Der runde Knollensellerie besitzt ein sehr festes Fleisch, das man allenfalls fein geraspelt roh genießen kann. Die knackigen und sehr wasserreichen Stängel vom Staudensellerie sind dagegen sehr gut auch als Rohkost essbar.

Wann hat der Sellerie Saison?

Die Freilandernte für Sellerie startet im Juli und geht bis Ende November. Da er sich gut lagern lässt, kann man Knollensellerie aber auch bis zur nächsten Saison frisch kaufen. Staudensellerie kommt außerhalb der Saison als Import aus Israel, den Niederlanden und anderen Ländern zu uns.

Gibt es einen Unterschied im Geschmack?

Ja, den gibt es, Knollensellerie schmeckt herzhaft-intensiv, Staudensellerie dagegen hat einen relativ dezenten Geschmack.

Wie wird der Sellerie eigentlich angebaut und geerntet?

Hier ist es ähnlich wie bei den unterschiedlichen Kohlsorten. Bevor die ersten Pflänzchen gesetzt werden, wird das Feld entsprechend bearbeitet. Dafür wird die Erde gelockert und mit dem Zinkenrotor oder der Kreiselegge über den Acker gefahren, denn umso feiner die Erde ist, desto besser geht das Setzen mit der Maschine.

Ist dies erledigt, werden mit der sogenannten Pflanzbändersetzmaschine die Setzlinge auf dem Feld ausgebracht. Hierbei sitzen zwei Mitarbeiter/innen auf der Maschine und verteilen die Pflänzchen gleichmäßig auf drei Bänder. Die Maschine ist so eingestellt, dass die Setzlinge in einem entsprechenden Abstand gesetzt werden. In diesem Fall ist es so, dass der Bleichsellerie neben den Salatpflanzen, Fenchel und Co. steht und der Knollensellerie auf einem separaten Feld gesetzt wird, da dieser mehr Zeit zum reifen benötigt und später mit der Maschine geerntet werden kann. Natürlich wird auch hier darauf geachtet, dass nicht zu viel Platz dazwischen bleibt, um den Wuchs von Unkraut zu minimieren.

Sobald die Pflänzchen auf dem Acker sind, werden sie das erste Mal mit Wasser aus einem Brunnen gegossen. 

Wenn der Bleichsellerie dann die gewünschte Größe hat, was im Juni der Fall ist, beginnen wir mit der Ernte. Hierzu fahren wir mit dem Bulldog und einer entsprechenden Anzahl an Kisten direkt zum Feld und schneiden den Stangensellerie etc. mit der Hand. Die geschnittenen Stauden werden dann noch gewaschen und dann kommen sie direkt frisch zu Euch auf den Tisch.

Beim Knollensellerie verhält es sich etwas anders. Dieser braucht bei uns bis in den Herbst, bis er erntereif ist. Das liegt daran, dass wir eine späte Sorte anbauen, die dann aber sehr lange, bis ins nächste Frühjahr, lagerfähig ist. Die ersten Knollen werden dann mit der Hand geerntet und "mit Grün" verkauft. Ende Oktober werden dann die restlichen Sellerieknollen mit der selben Maschine wie die Karotten geerntet. Dabei wird das "Grün" dann abgeschnitten und die Knollen werden in Holzkisten in der Kühlung gelagert. Bei Bedarf werden die Sellerieknollen dann gewaschen und in den Vertrieb gebracht.